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Bienenragwurz, ©Rudolf Wendling

Bleiches Waldvöglein, ©Rudolf Wendling

Braunroter Sitter ©Rudolf Wendling

Vogelnestwurz, ©Rudolf Wendling

Frauenschuh, ©Rudolf Wendling


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Dreizähniges Knabenkraut, ©Danilo Böhme

Blasses Knabenkraut, ©Rudolf Wendling

Händelwurz, ©Rudolf Wendling

Helm-Knabenkraut, ©Danilo Böhme

Heimische Orchideen

Die reizvolle Muschelkalklandschaft an Saale und Unstrut ist durch den Wein und durch die Orchideen bekannt geworden. Viele der hier vorkommenden Orchideenarten sind "Südländer" und benötigen das trockenwarme und wintermilde Klima (jährliche Niederschläge bei 550 mm, mittlere Januartemperatur bei 0C).

Die Orchideen haben sich, wie auch der Wein, durch die Wirkung des Menschen in der Kulturlandschaft zunächst ausbreiten können. Trockenrasenflächen der Schaftriften, aufgelassene Weinberge, Schotterhalden der Kalksteinbrüche und die durch kurzperiodigen Kahlschlag genutzten Niederwälder wurden zu arten-reichen Standorten. Schon immer waren Orchideen selten. Nun droht ihnen durch die veränderten Wirtschaftsformen Gefahr. 25 der 30 in unserem Gebiet vorkommenden Arten stehen in der Roten Liste, einige Arten sind vom Aussterben bedroht.

Der Blütenbau der Orchideen zeigt interessante An-passungen an die Bestäuber Fliegenragwurz, ©Rudolf Wendling (z.B. Nachahmung des Fliegenkörpers bei der Fliegen-Ragwurz). Die Orchideen bilden winzige Samen ohne Nährgewebe. Keimung und Entwicklung der Jungpflanzen sind nur mit Hilfe ganz bestimmter Pilze möglich. Die Entwicklung der Jungpflanzen bis zur ersten Blüte dauert viele Jahre.

Orchideenschutz

Eine wichtige Voraussetzung für den Schutz der Orchideen und ihrer Lebensräume sind die festgeleg-ten Schutzgebiete (NSG, FND) und ihre vorgesehenen Erweiterungen. Orchideen sind auch außerhalb der Naturschutzgebiete streng geschützt. Sie sind durch ihre besonderen Standortansprüche sensible Pflanzen und wirken dadurch als Indikator für eine intakte Umwelt.
Unsere NABU-Mitglieder beobachten die Entwicklung unserer Orchideenbestände und deren Biotope. Die Bestände werden kartiert und gezählt. Daraus resultierende Schutz- und Pflegemaßnahmen (Mahd, Entbuschung) werden in Verbindung mit der Unteren Naturschutzbehörde umgesetzt. Zur Hauptblütezeit sind in besonders sensiblen Bereichen Orchideen-wachen vor Ort, denn es werden jedes Jahr immer noch Orchideen ausgegraben. Der Naturpark "Saale-Unstrut-Triasland" organisiert Führungen in die Orchi-deenbestände, die z.T. auch von NABU-Mitgliedern durchgeführt werden.

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